03.12.2017

„Wie WG-GESUCHT, nur anders“

Tobias Polsfuß war eigentlich nur auf der Suche nach einem WG-Zimmer, als er auf die Idee kam, zu gründen. Tobias fand ein Zimmer in einer inklusiven WG – und damit die Idee zu seinem sozialen Startup „WOHN:SINN“. Eine Plattform, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, möglichst viele Menschen mit und ohne Behinderung zusammenzubringen.

Dieser Artikel wurde im Auftrag und mit Unterstützung der Joachim Herz Stiftung verfasst.

Inklusive Wohngemeinschaften, also WGs, in denen Menschen mit und ohne Behinderung zusammenleben, sind noch immer selten in Deutschland. Bundesweit gibt es nur knapp über 30 solcher Wohngemeinschaften. Als Tobias 2014 auf der Wohnungssuche über eine inklusive WG im Münchner Norden stolperte, überzeugte ihn das Konzept sofort. Er zog ein, wohnt seitdem in einer inklusiven WG und fühlt sich dort pudelwohl.

 

2016 folgte dann die Gründung der Plattform WOHN:SINN, auf der er zusammen mit seinem Team über inklusive WGs informiert, bloggt und Vorträge anbietet. „Wenn in unserer WG das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung so großartig funktioniert, warum gibt es inklusive WGs dann noch nicht überall?“, fasst Tobias seine Motivation hinter der Gründung zusammen. Unterstützt wird er dabei von seinen Mitbewohnern, sowie anderen inklusiven WGs. Ihr gemeinsames Ziel: Es soll bald überall ein vielfältiges Angebot inklusiver Wohnformen geben.

 

Zugegeben, Tobias' Startup-Idee ist eher ungewöhnlich. Aber auch sie folgt dem bewerten Muster: Nimm eine Herausforderung, entwickle eine Lösung und setze sie in die Tat um. Es muss nicht immer die nächste App oder das nächste Social Network sein, auch im sozialen Bereich kann erfolgreich gegründet werden. Nicht zuletzt das beweist Tobias mit seinem Startup WOHN:SINN.

Die Facebook-Serie „selbst & ständig“ zeigt sie – die Kreativen, die Mutigen, die aus einer kleinen Idee etwas Eigenes erschaffen haben. Sie sind jung, gehen zur Schule, haben Abitur gemacht oder ein Studium angefangen, ihre Ausbildung gerade erst beendet oder gar begonnen - und sind nebenbei schon selbstständig aktiv. In Unternehmen, als UnternehmerInnen, als GründerInnen. Die Hosts - das sind MrTrashpack, Melissa (breedingunicorns), Michael Buchinger, einfach inka und Maurice Gajda – haben sich dafür auf eine Reise durch ganz Deutschland begeben.

Die Serie entstand im Auftrag der Joachim Herz Stiftung. Die gemeinnützige Stiftung arbeitet überwiegend operativ und ist vorrangig in den Themenfeldern Naturwissenschaften, Wirtschaft sowie Persönlichkeitsbildung tätig.